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Streitvermeidung als ökonomisches Prinzip

Die staatlichen Gerichte vermögen aus vielfältigen Gründen nicht zu leisten, worauf es für eine praxis- gerechte rechtliche Abwicklung von größeren Bauvorhaben entscheidend ankommt: Streitvermeidung, rechtzeitige Deeskalation und ggfls. eine rasche baubegleitende Entscheidung von Meinungsverschieden- heiten sind die Eckpfeiler eines störungsarmen Bauverlaufs und damit zugleich eine wichtige Grundlage für den monetären Erfolg der Baumaßnahme. Das hierzulande demgegenüber traditionell bevorzugte Prinzip, die in der rechtlichen und tatsächlichen Komplexität des Baugeschehens wurzelnden Auseinandersetzungen der Beteiligten nachläufig durch Gerichte entscheiden zu lassen, hat über die Jahrzehnte ungesunde Strukturen hervorgebracht, die in die entgegengesetzte Richtung wirken. Es befördert eine Prolongierung und Anhäufung von Meinungsverschiedenheiten während der Bauausführung, deren anschließende Abarbeitung alle Beteiligten unnötig Zeit und viel Geld kostet, im Übrigen die Gerichte nicht selten überfordert. Vor diesem Hintergrund erweist sich die Vorhaltung eines geordneten Baukonflikt- managements als strategischer Bestandteil einer ökonomisch sinnvollen Entwicklung und Durchführung jedes größeren Bau- und Anlagenbauprojekts. Es umfasst die Schaffung funktionstauglicher hausinterner Organisations- und Entscheidungsstrukturen ebenso wie die vertragliche Implementierung geeigneter Streitvermeidungs- und Streitbeilegungsverfahren für größere Bau- und Anlagenbauprojekte.

Prof. Stefan Leupertz ist für alle Arten von nationalen und internationalen Bau- und Anlagenbaurechts- streitigkeiten als Adjudikator, Schlichter, Schiedsrichter und Rechtsgutachter tätig. Darüber hinaus steht er bei Bedarf, ggfls. schon im Stadium der Projektentwicklung, als Berater für die individuelle Gestaltung und vertragliche Einbeziehung baubegleitender Streitlösungsverfahren (ADR-Verfahren) zur Verfügung.